Klepper, Walter Michael (*1929)

Walter Michael Klepper wurde am 27.7.1929 in Lugosch (Banat) geboren. 1936-44 besuchte er die deutsche Volksschule und das Gymnasium in Lugosch. Hier fand sein erster Auftritt als Chorleiter in einem Konzert mit dem Schülerchor statt. 1945-48 absolvierte er eine Ausbildung in Reschitza (Banat) zum Eisendreher. 1948-51 besuchte er die rumänische Fachoberschule für Hüttenwesen in Reschitza mit Abschluss Hochofentechniker. Gleichzeitig setzte er den seit 1948 mit Eduard Pawelka begonnenen Geigenunterricht, neben Klavier, an der Volksmusikschule in Reschitza fort. 1951/52 nahm er einen Technikerposten in einer Hütte in Reschitza an, wo er auch einen Laienchor leitete. 1952-58 studierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik in Bukarest Komposition bei Martia Negrea, 1958-62 war er musikalischer Produktionleiter des rumänischen symphonischen Filmorchesters. 1960 wurde er in den rumänischen Komponistenverband aufgenommen.

Neben vielseitigen Tätigkeiten, zunächst als Klavier- und Geigenlehrer an der Musikschule Bukarest (1964-67), als Direktor des Musikstudios und Dozent für Formenlehre und Orchestration an der Musikhochschule Bukarest (1968-70), als Dozent für Formenlehre, Harmonielehre und Instrumentenkunde an der Musikfakultät der Universität Kronstadt (Brasov, 1970-72), als künstlerischer Leiter der rumänischen Staatsoper in Bukarest (1972/73) sowie als Privatlehrer für Musiktheorie und Tonsatz und Chorleiter verschiedener Chorformationen widmete er sich unablässig seiner schöpferischen Tätigkeit als Komponist. 1977 erhielt er den Kompositionspreis des rumänischen Komponistenverbandes für seine 2. Sinfonie, 1983 erfolgte seine Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland. Seit 1987 wirkt er als Berufschorleiter.

Das kompositorische Schaffen Kleppers, das im gesamten Umfang auf Tonband (Studio Radio Bukarest) oder Schallplatte (Electrecord Bukarest) eingespielt und aufgezeichnet wurde, erstreckt sich über alle Bereiche der Instrumental- und Vokalmusik einschließlich der Chormusik.

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